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Maera Landriells Vorgeschichte

  • Autorenbild: das Zitroenchen
    das Zitroenchen
  • 3. Feb. 2022
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Feb. 2022


Heute erfahrt ihr erstmal alles grundlegende zu unserem P&P Charakter >>Maera Landriell<<


Sie ist ein Highelf und durch ihre Geschichte, trotz ihrer Größe, auf diebischen Wegen unterwegs. Insgesamt beweist sie sich als sehr stolz und diplomatisch.


Aber wozu habe ich eine Vorgeschichte geschrieben? Natürlich, um sie euch hier nun zu präsentieren.

Viel Vergnügen beim lesen.





“Neeeeeein!” schreit Maera verzweifelt - leider zu spät. Ihre Geschwister Rundal und Gramen - Hochelfen aus dem Waldland, jüngste Mitglieder der hochrangigen Familie Landriell und Träger von menschlichem Blut - werden kaltblütig ermordet. Maera streckt ihre Hände nach ihnen aus, doch das Blut spritzt ihr entgegen. “Die königliche Hochelfenfamilie Landriell muss reinblütig bleiben. Und du…. “ diese Worte hallen Maera in Gedanken nach als sie schweißgebadet erwacht. Es ist dunkel. “Rundal… Gramen… es tut mir so leid. Ich … “ sie hält ihre Gedanken zurück und fasst sich an den Kopf. Schmerz übermannt sie. “Wo bin ich”, flüstert sie und bemerkt das Schaukeln. Sie erkennt nur Lichtspiele von Fackeln die auf den hölzernen Wänden lodern. Bevor Maera richtig realisieren kann wo sie sich befindet, verliert sie wieder ihr Bewusstsein.


“Los aufstehen” brüllt jemand und schlägt auf die gefesselte Elfe ein. Überfordert wacht Maera auf und wird vom Tageslicht geblendet. “Hörst du nicht? Raus mit dir!” und wieder setzt es einen heftigen Schlag. Maera bleibt die Luft weg. Noch nie wurde sie so behandelt. Ihre Vergangenheit verbrachte sie höchstens mit mahnenden Worten, wenn sie ihre Haltung nicht geübt hatte oder wenn sie Fehler bei der Aussprache von alten Texten machte, doch nun war das einzige das sie spürte, Schmerz. Einige Silhouetten zerren an ihren Ketten und verpassen ihr immer wieder einen Schlag um sie voranzutreiben. Benommen steigt sie aus dem kleinen hölzernen Wagen heraus. Mit ihrer Größe überragt sie sämtliche Anwesenden. Maera schaut sich um, doch sie erkennt nur Menschen. Ruhig, erhaben aber schmerzerfüllt folgt sie dem muskulösen Mann der ihre Ketten hält.


Sie war schon immer sehr diplomatisch und da sie nicht weiß wo genau sie gelandet ist, ist die beste Taktik sich erst einmal ruhig zu verhalten bis sie sich der Situation im klaren ist.


Sie betreten das Haus des Stammesführers und Maera wird wie eine Verbrecherin, in die Knie gezwungen. “Soso, du bist also die zukünftige Erbin der Landriell Familie..”, hört Maera eine säuselnde Stimme sprechen. >>Sie scheinen mich zu erkennen… also kann es kein Zufall gewesen sein<< denkt sich Maera und beginnt zu sprechen: “Was verlangt ihr von mir? Aus welchem Grund bin ich hier?” In dem Moment als sie ihren Kopf heben möchte setzt es wieder einen Schlag “Sieh unsere Anführerin gefälligst nicht an du Abschaum!” flüstert der muskulöse Mann, der nach einer Mischung aus Blut und Schweiß stinkt. “Ihr habt durch mich keinen Vorteil den ihr erlangen könnt…” hustet Maera und spuckt etwas Blut, “Ich bin wertlos.” Ein Geruch von Alkohol und Veilchen steigt ihr in die Nase. Zarte Hände berühren ihr Gesicht “Keine Sorge. Ich will dich nicht verscherbeln, wir werden dich hier behalten. Wenn du dich gut anstellst, dann werde ich meinem Bruder, deinem Verlobten, nicht verraten, dass du hier bei uns bist. Du wirst mir zu Ruhm, Macht und Ehre verhelfen.” Sie lacht und streicht Maera durch ihre langen roten Haare. Die hochgeborene Elfe wird in ein kleines unterirdisches Verlies gebracht. Kaum ist sie allein, kommt die Erschöpfung hervor. Maera lässt sich auf das Bett nieder und schläft fest ein.


“....erui na gam nín…” murmelt es. Maera hört wie elbische Formeln geflüstert werden. Es riecht nach Heimat. Ihre Gedanken sind verschwommen. Es fühlt sich an als wolle man ihren Willen zähmen. Ihre Gedanken kontrollieren. Rundal und Gramen erscheinen ihr noch einmal. Ihre Gesichter sehen besorgt aus, doch Maera kann sich nicht wehren. Sie hat einfach keine Kraft mehr. Plötzlich durchdringt sie ein höllischer Schmerz, schlimmer als alles was sie bisher verspürt hat. Es fühlt sich an als würden Millionen kleiner Nadeln durch ihre Adern fließen, als würde ihr Blut aus Glasscherben bestehen. Sie will sich krümmen, doch sie ist gefesselt. Mit letzter Kraft versucht sie sich loszureißen, erfolglos.

Das Ritual wird mit einem Brandzeichen auf Maeras Haut beendet. Ein Symbol der ewigen Verbundenheit über der Brust auf der Seite des Herzens.


Es dauert lange Zeit bis Maera wieder klar bei Verstand ist. Lange wehrt sie sich gegen Trangals ewige Verbundenheit, doch nach vielen, vielen Monaten der Qualen gibt sie schließlich auf. Egal wie sehr ihre eigenen Gedanken von Freiheit träumen, egal wie friedvoll sie auch im innersten sein mag, ihr Körper und ihre Fähigkeiten gehören nicht mehr ihr selbst. Gefangen im eigenen Körper - ihr Schicksal auf Ewigkeit.


Bis zu dem Tag an dem ihre magische Seele erwacht. Maera ist auf Raubzug mit ihren Leuten. Ziel: Eine kleine Adelsfamilie, die sich gegen Trangals Familie stellt und sie somit als unwürdig anerkennt. Das gefällt Trangal natürlich nicht, also müssen sie gemeuchelt werden, bevor sie in irgendeiner Weise Ärger machen können. Das war Trangals vorgehen. In der Nacht fällt die Truppe im Anwesen der kleinen Adelsfamilie ein. Der Befehl: Alle sollen ermordet werden. Die Titelträger werden kaltblütig von Maeras Kameraden ermordet, während sie selbst auf Beutezug durch die Zimmer schlendert. In einem abgelegenen Zimmer entdeckt sie plötzlich zwei kleine Kinder. Ein Junge und ein Mädchen. Kleine verängstigte Elfen, die noch ein ganzes Leben vor sich haben. “Du hast einen Befehl!”, hallt es durch Maeras Kopf, doch ihr innerstes wehrt sich mit jeder Faser gegen diesen Befehl. “Nein! Bitte verletzt uns nicht! Wir sind als Halbblut doch keine Gefahr für euch!”, ruft der kleine Junge. Maera wird von einem ihrer Kameraden weg gedrängt, doch noch bevor er die Kinder ermorden kann schreit sie ihn an: “Lasst die Kinder, sie können uns noch nützlich sein!” Der Kamerad schaut sie verdutzt an, packt die Kinder ein und sie machen sich auf den Rückweg. Gerade als Maera als letzte in das Haus der Stammesführerin kommt, hört sie die Kleinen schreien und sieht wie die Kinder ermordet werden.


“Was sollen wir mit so einem verschmutzten Blut?” brüllt Trangal Maera zu und schneidet ihnen die Kehle auf. Maeras Wut wird entfesselt. Rundal und Gramen sterben noch ein weiteres Mal vor ihren Augen. Wieder ist sie Schuld, dass sie ermordet werden. Ihre hellgrauen Augen leuchten auf, blau färbt sich mit ein und ein leises knistern ertönt im Raum. Maera schreit vor Hass auf Trangal, geht ihr an die Kehle und aus dem leisen Knistern wird ein wahnsinnig lautes Donnern. Ein helles Licht umhüllt das gesamte Dorf. So schnell das Licht kam, so schnell war es wieder weg, umso finsterer fühlt es sich danach an.


Am nächsten Morgen erwacht Maera inmitten von Ruinen. Dort wo einst das gesellige Diebesdorf war, stehen nur noch wenige Mauern. An das was genau passiert war kann sich Maera nicht erinnern, doch sie weiß es ist vorbei. Sie spürt die gebrochene Verbindung. Gebrochen, nicht gelöst. Dennoch ruft sie jemand. Es ist eine mächtige Stimme. Sie schaut in den Himmel: “Ich werde kommen!” antwortet sie.


Noch benebelt von der Ohnmacht und den Ereignissen macht sich Maera auf den Weg. Sie weiß nicht wohin, aber sie muss dort weg. Weit weg. Sie war zuvor schon auf der Flucht, wurde magisch gebunden und missbraucht. Zu all dem hat sie ein Dorf voller Menschen und Elfen vernichtet. Eingeäschert. Womit? Es war immer die Rede davon Maera sei magisch nutzlos. Sie könne keine Magie ausüben, weshalb sie sich an Degandra binden sollte. Ihr Vater war immer sehr streng, doch er mochte Degandra. Maera hat nie verstanden weshalb, aber nach dem Mord von Rundal und Gramen, schien es als wäre Vater stolz auf ihn. Zuletzt waren die Umstände so unerträglich, dass sie die Flucht ergriff.


Mittlerweile müssen es Jahre sein, seit dem sie den Königshof verlassen hatte und dennoch fühlt sie sich nicht frei, weshalb Maera Tag und Nacht der Stimme folgt. Rast kam für sie nicht in frage, durch das Training im Dorf konnte sie ohnehin sehr leichtfüßig und still die Wälder durchstreifen. Selbst der Schnee kostete Maera kaum Kraft.

Nach tagelangem Fußmarsch kam sie an einer verlassene Hütte vorbei in dem ein leises, krächzendes und erschöpftes Kreischen zu vernehmen war. Maera ist besorgt und muss natürlich nachsehen. Sachte und leise öffnet sie die Holztür. Da erblickt sie eine wunderschöne junge Schnee-Eule, die sich wahrscheinlich den Flügel verletzt hatte. Als die Eule Maera bemerkte wurde sie nervös und schrie wie verrückt.

“Ok ok, ich lass dich ja in Ruhe.” merkte Maera an und begann Licht in die Hütte zu lassen. “Scheinbar lebt hier niemand mehr, was denkst du darüber, wenn ich hier bleibe? Hm?” Die Eule hatte sich beruhigt. “Ich denke ich pflege dich erstmal gesund und dann sehen wir weiter.”


Einige Zeit verging, die Schnee-Eule Gwen wurde schnell gesund und freundete sich mit Maera an. Manchmal brachte sie als Dank, Maera sogar ihre Beute vorbei. Maera dagegen versuchte herauszufinden was für eine Kraft sie hatte. Nichts half ihr weiter. “Gwen ich glaube ich muss weiter ziehen. Ich muss jemanden finden der mir mit meinen Kräften weiterhelfen kann. Außerdem habe ich Angst, aufgespürt zu werden. Ich muss einfach weiter.” Gwen erhob sich plötzlich in die Lüfte und setzte sich auf einen Ast in Richtung Süden “Du hast recht, zurück sollte ich nicht gehen. Weißt du wohin wir müssen?” fragt Maera die majestätische Eule die wohlwollend bestätigend Laut von sich gibt.


Somit ziehen sie weiter in den Süden. Immer weiter ins Eisland hinein. Gwen führt Maera tief in den Wald hinein. Weit ab von den Pfaden. Plötzlich knackt es unter ihren Füßen und ein Pfeil bohrt sich tief in ihren Oberschenkel. Noch bevor sie ihn wieder entfernen kann verliert sie das Bewusstsein. Jemand scheint tatsächlich nach ihr gesucht zu haben.



Foto von pexels.com

von Francesco Ungaro auch auf Instagram zu finden


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Seid gegrüßt liebe Menschen! 

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