Der Zwerg in meiner Stadt - Schreibwerkstatt
- das Zitroenchen

- 16. Feb. 2022
- 1 Min. Lesezeit

Es gibt bei uns in der Stadt einen Zwerg. Er ist sehr ruppig, bärtig und grimmig. Niemand mag ihn, dabei ist er sehr hilfsbereit.
Letztens erst, er brüllte den ungezogenen Kinder hinter her. Alle starrten den bösen Zwerg an, wandten sich ab und bemerkten gar nicht, dass der Zwerg einem Eichhörnchen half, sein Nest für den Winter wieder aufzubauen, dass die Kinder zuvor herab gerissen hatten.
Als ich dies bemerkte, eilte ich zur Hilfe. "Hallo, wie geht es dir? Darf ich dir helfen?" fragte ich mit meiner sanften Stimme. Ich war ganz neu in der Stadt und kannte niemanden, weshalb ich hoffte endlich Anschluss zu finden.
Der Zwerg sah mich grimmig an, aber es fühlte sich eher wie eine herzliche Begrüßung an. Er gab mir das Nest in die Hand, blickte hinauf und gab mir zu verstehen, dass ich es dort oben platzieren solle. Ich streckte mich etwas und platzierte das Nest oben auf dem Ast, wo die kleinen Eichhörnchen erfreut auf mich herabblickten. So viel Liebe in einer kleinen Geste.
Ich sah wieder herab und der Zwerg lud mich zu einer Tasse Tee ein. Der Anfang einer wundervollen, wenn auch ungewöhnlichen, Freundschaft.



Kommentare